Thomas Brandt (Hg): Das Gedächtnis der Dinge Buchvorstellung – 27. 6. 2014, 19 Uhr

›Das Gedächtnis der Dinge‹ ist eine Sammlung von Fotografien und Geschichten, an der 75 Menschen unterschiedlichen Alters aus ganz Deutschland mitgearbeitet haben. Sie erzählen von Gegenständen, die sie in ihrer persönlichen Lebensumgebung verwahren.

Ob Stuhl, Glas, Gummitier, Glocke, Dosenöffner, Koffer oder Schal, es geht um Dinge mit verborgenem Sinn, ›Platzhalter‹ für Erinnerungen an Begegnungen, Ereignisse und Erlebnisse. Viele der 81 Geschichten verwei-sen auf zeitgeschichtliche Ereignisse, wieder andere auf Geschehnisse in der eigenen Biographie, einige Dinge waren Anlass für philosophische Erörterungen oder Auslöser für erfundene Erzählungen. Sie be-richten von Träumen und Enttäuschungen, von Glück und Schmerz, von Abenteuern und dem ganz normalen Leben: abwechslungsreich, einfühlsam, berührend.

Die Fotografien der Objekte, die zumeist von der Essener Fotografin Hanne Brandt angefertigt wurden, zeigen ihr materielles Dasein, wie es für jeden auch uneingeweihten Betrachter wahrzunehmen ist, mit all den sinnlichen Qualitäten von Oberflächenstruktur und Farbigkeit. Die Sorgfalt, mit der die Dinge präsentiert werden, unterstreicht ihre Würde und die Ausdruckskraft ihrer Gestalt.

Die Idee zum Buch stammt von Thomas Brandt, geb. 1954 in Bremen. Er studierte Kunsterziehung und Kunstwissenschaft an der Düsseldorfer Kunstakademie, war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf und leitete fast 20 Jahre das Kulturforum Alte Post in Neuss, eine städtische Galerie mit Galerie- und Bühnenprogramm sowie einer Kunst- und Theaterschule. Seit 2007 ist er freischaffend als Autor, Künstler und Kunstvermittler in Düsseldorf tätig.

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