Künstlerwutgespräche /// Polemik, Sarkasmus, Tobsucht
Künstlerwutgespräche /// Polemik, Sarkasmus, Tobsucht
Künstlerwutgespräche /// Polemik, Sarkasmus, Tobsucht

„Künstlerwutgespräche“ – wer oder was aufregt an der Kunst!
04. Januar 2014 – 18 Uhr

Der Künstler Erwin Wurm würde dem russischen Milliardär und Kunstsammler Roman Abramowitsch gern ins Gesicht treten. Jackson Pollock urinierte in Peggy Guggenheims Kamin. Leonardo da Vinci war ein Zechpreller. Und James McNeill Whistler schrieb für seinen Gegner, einen Kunstkritiker, einen Beststeller: „Die feine Kunst, sich Feinde zu machen“

„Mr. Whistler zuliebe, nicht weniger als zum Schutz des Käufers, hätte Sir Coutts Lindsay keine Werke in die Galerie aufnehmen sollen, in denen der schlecht ausgebildete Dünkel eines Künstlers so nahe an den Aspekt mutwilliger Hochstapelei kommt. Ich habe schon viel Cockney-Flegelei gesehen und gehört; aber ich habe nie erwartet, einen Geck zweihundert Guineen fordern zu hören, dafür, dass er dem Publikum einen Topf Farbe in das Gesicht schleudert.“

 Dies schrieb Kunstkritiker John Ruskin 1877 über ein Werk des Malers und Grafikers James McNeill Whistler. Der konterte mit einem Buch: „Die feine Art, sich Feinde zu machen“.
Das Buch wurde wegweisend im Dschungel der Sottisen, verbalen Ausfallschritte und Nierentritte, in dem sich Künstler, Kunstsammler und Kuratoren mitunter begegnen. Auf keinem Gebiet des menschlichen Miteinanders prallen Empfindlichkeiten und Befindlichkeiten so heftig aufeinander wie in der Kunst. Ob es nun Bildende Kunst ist, Literatur oder Musik – Polemik ist ein integraler Bestandteil.

In der szenischen Lesung lassen wir Künstler, Kunstsammler und Kuratoren zu Wort kommen – polemisch, sarkastisch, witzig, streitlustig. Gewürzt mit Musik und Schmankerl für den Gaumen nehmen wir an diesem Abend die Kunst besonders ernst – indem wir einfach mal alles nicht so ernst nehmen.

„Dem Maler zu sagen, er möge die Natur nehmen wie sie ist, ist gerade so als wollte man einem Musiker sagen, er möge auf dem Klavier sitzen!“
– James McNeill Whistler: Die feine Kunst, sich Feinde zu machen

 

Beginn: 18 Uhr

(Illustration: Florian L. Arnold)

PDF-Download: Einladung

Ein Projekt von Florian L. Arnold & Martin Leibinger – mit Tommi Brem

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